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Weltstädtische Legenden
Einige Erlesenheiten zum Weitererzählen: Anekdoten und Geschichten rund um den Kaffee aus Vergangenheit und Gegenwart ...

 

 

Todesstrafe durch Kaffeeverabreichung … wenn alle Verurteilungen so aussähen!!
Man erzählt, dass König Gustav III. von Schweden zwei Diebe zum Tode verurteilte.Das Urteil sollte durch „Kaffeeverabreichung“ vollstreckt werden.Da die beiden Diebe jedoch nicht starben, wurde das Urteil ganze 4 Mal wiederholt.Wollen Sie es wissen?Die zwei „glücklichen“ Diebe wurden 83 Jahre alt!
Der Kaffee fand einen Ehrenplatz in der islamischen Kultur, denn in den arabischen Ländern waren Alkohol und andere berauschende Substanzen geächtet (und sind es bis heute noch).  Man verband das Kaffeetrinken mit einem Zustand der geistigen Klarheit, sodass sein Konsum keine Gegenanzeige kannte und sogar übertrieben wurde.Hier entstanden in der Tat auch die ersten öffentlichen Lokale, wo Kaffee getrunken wurde.  In den ersten Jahren des 16. Jh.s versuchte der Statthalter von Mekka allerdings, überzeugt davon, dass Kaffee „das Volk zur Rebellion antrieb“, den Konsum zu unterbinden.Die Bevölkerung reagierte mit derartiger Entschlossenheit, dass das Verbot sofort wieder aufgehoben wurde.
In der Vergangenheit war es in der Türkei, einem bekanntlich wenig feministischen Land, üblich, dass wenn der Mann seiner Ehefrau den Kaffeekonsum verbot, diese aus ‚gerechtem Grund’ die Scheidung verlangen konnte. Das Problem stellte sich allerdings kaum, da es gerade die Männer waren, die den Kaffeekonsum der Frauen förderten, da sie glaubten, ihre Ehefrauen könnten dadurch leichter gebären.
In Neapel gab es in der Vergangenheit einen merkwürdigen Brauch:denjenigen des „zurückgelassenen Kaffees“ (ital. Caffè sospeso).Wer weniger wohlhabend war, konnte an der Bar einen Kaffee als Geschenk bekommen, der von einer anderen Person bezahlt und eben für denjenigen zurückgelassen worden war, der ihn verzehren wollte.    Seit einigen Jahren außer Gebrauch gekommen, ist diese Geste der Solidarität in Neapel anscheinend wieder anzutreffen, und auch in Florenz wurde sie von einem Dutzend berühmter Bars aufgegriffen. 
In einer Erzählung beschreibt der große Eduardo De Filippo die Verwendung des „Kaffeerösters“ und der Atmosphäre, die um ihn herum entstand.De Filippo erzählt, dass weniger wohlhabende Familien den Kaffee für sich rösteten, da die rohen Kaffeebohnen weniger kosteten.  Die Straßen und Gassen Neapels waren während des Röstvorgangs mit einem köstlichen, durchdringenden und unwiderstehlichen Kaffeeduft gefüllt, der sich über die Balkone ausbreitete.  Der Röster bestand aus einem 30 bis 60 cm langen Zylinder, der über einen Bolzen, der sich an einem der beiden Enden befand, auf einer Metallschachtel stützte, in der sich ein Rost für die Glut befand.Man füllte die rohen Kaffeebohnen in den Zylinder und durch Drehen der Kurbel, die man in das andere Zylinderende steckte, ließ man die Bohnen über sich selbst purzeln, bis sie die Farbe von „Mönchskutten“ annahmen.
 
Wie trinkt man Kaffee?
Man sagt, Kaffee müsse „fluchend“, also kochend heiß getrunken werden.
 
Wer hatte die Idee für das Getränk?
Die Araber hatten als Erste die Idee (etwa 1000 v.Chr.), Kaffee zu Pulver zu zermahlen (nachdem sie ihn geröstet hatten) und heißes Wasser zuzufügen; sie erhielten so das Getränk, das wir heute kennen.
 
Kaffee im Zeichen der Freundschaft
Der im Aostatal zubereitete Kaffee ist ein Zeichen der Freundschaft, der Solidarität und des Bündnisses.
Er wird in Gesellschaft aus dem ‘Freundschaftsbecher’ getrunken, der klassischen Grolla, einem hölzernen Trinkgefäß mit mehreren Schnäbeln, aus denen der heiße, alkoholhaltige Kaffee - zubereitet mit ein wenig Grappa, einem aromatischen Likör, viel Zucker und Zitronenschale - austritt.
Bei dieser Zubereitung sollte man, um den Geschmack hervorzuheben, in das Wasser der Kaffeekanne ein Salzkorn legen.
 
Kaffee auf Feinschmeckerart
Feinschmecker empfehlen, jedes Mal die Quantität Kaffee zu mahlen, die gerade benötigt wird, um das Aroma so lange wie möglich zu bewahren. Und wer einen wahrhaft besonderen Geschmack sucht, kann eine Mandel zusammen mit dem Kaffee zermahlen.
 
Kaffee wie Wein?
Kaffee benötigt mindestens 2 Stunden zum Auslüften, um sich den Bedingungen der Umgebung anzupassen. Deshalb sollten Kaffeepackungen bei typischen Arbeitsbedingungen in den Bars mindestens 2 Stunden vor ihrer Verwendung geöffnet werden.
 

Kaffee: das Teufelsgebräu
Bei seiner Einführung in Italien fand der Kaffee viele Gegner.Die Kirche kämpfte vor allem gegen den Brauch, Kaffeeläden zu frequentieren, da diese als Orte der Verderbnis angesehen wurden.  Man versuchte, die Angewohnheit zu verbieten, aber der damalige Papst Klemens VII. wollte das „Teufelsgebräu“ probieren, bevor er es verdammte.  Ihm gefiel der Kaffee so sehr, dass er ihn sofort segnete und „christliches Getränk“ taufte.  

 

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