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Kaffee in der Kunst des 18. Jh.s

Der Kaffee verbreitete sich schnell in London, Amsterdam und Paris: dieses exotische, heiße Getränk, dem aphrodisische und therapeutische Kräfte nachgesagt wurden, eroberte in Windeseile die Höfe und höheren Gesellschaftsklassen.

 

 

Ein randgefülltes Tässchen Kaffee erscheint im außerordentlichen Stilleben von Francisco de Zurbaran Zitronen, Orangen und eine Rose (1633, Los Angeles, Norton Simon Foundation).In strenger Ordnung nebeneinander aufgestellt, heben sich die einzelnen Gegenstände vor dem dunklen Hintergrund ab, umzeichnet mit nahezu fotografischer Präzision vom Licht, das ihre Formen und Volumen hervorhebt und sie unbeweglich dastehen lässt ... man hat fast den Eindruck, man könne ihre verschiedenen Aromen und Düfte wiedererkennen.  Mittlerweile ein eingebürgerter Brauch, nimmt der Kaffee vor allem zwischen dem 17. und 18. Jh. immer häufiger auf Gemälden und Zeichnungen eine wichtige Rolle ein.

 

 
Der Engländer William Hogart, ein Künstler aus dem XVIII. Jh., kann es in seinen scharfsinnigen, erbarmungslosen Darstellungen der Gesellschaft natürlich nicht lassen, sich auch des Kaffees zu bedienen.  In den ersten Jahren des 18. Jh.s schuf er eine Reihe von Zeichnungen, die der Hochzeit nach dem Geschmack der Zeit gewidmet sind; wie in den vorherigen Laufbahnen handelt es sich um eine „komische Geschichte", unterteilt in Episoden, in denen das Schicksal der zwei Hauptfiguren erzählt wird. In der Szene, die dem Levée der Gräfin gewidmet ist (1745, London, National Gallery), übervoll mit Menschen und Details jeder Art, stellt Hogart mit gewohntem Sarkasmus die Hauptfigur dar, wie sie nach dem Aufwachen ihre Gäste am Toilettentisch empfängt.  Einige der Besucher auf der rechten Seite des Werks lauschen einem Sänger und trinken in kleinen Schlucken einen Kaffee, der ihnen in eleganten Tässchen angeboten wurde. 
 

Im Bildnis aus dem 18. Jh. der Familie Martelli von Giovan Battista Benigni (Florenz, Palazzo Martelli) ist die gesamte Familie - umgeben von Gegenständen, die den Reichtum und die soziale Klasse bezeugen - während des täglichen Kaffeeritus im Repräsentanzsaal dargestellt, zusammen mit Dienstmädchen und einem Tablett voller Mokkatassen.Im Verlauf der Zeit wurde das Kaffeetrinken somit zu einem Symbol der Eleganz und Vornehmheit.

 

 

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