Die interessanten Legenden, die man sich rund um den Kaffee erzählt, sind viele, schauen wir uns einige gemeinsam an ...
Viele kennen die Geschichte aus dem Kloster Chehodet in den Jemen, der nach ein Mönch, der von einem Hirte namens Kaldi erfahren hatte, dass seine Ziegen und Kamele auch nachts höchst munter blieben, wenn sie gewisse Beeren naschten, mit eben diesen ein Getränk zubereitete, in der Absicht, länger wach zu bleiben und beten zu können.
Es gibt auch eine Legende, in der Mohammed die Hauptfigur spielt: man erzählt, dass es dem Propheten eines Tages sehr schlecht ging und der Erzengel Gabriel ihm zur Hilfe kam: er bot ihm einen Heiltrank an, der direkt von Allah gesandt worden war. Das Getränk war dunkel wie der HeiligeSchwarze Stein von Mekka, der gewöhnlich Qawa genannt wird.Mohammed trank es, kam plötzlich wieder zu sich und „konnte vierzig Reiter aus dem Sattel werfen und ebenso viele Frauen befriedigen“.
Eine andere, sehr alte Legende erzählt von einem Getränk, das Quelle der Ekstase ist und es vermag, den Geist zu himmlischen Sphären zu erheben.
Wieder eine andere, die man den Schülern des maronitischen Ordensbruders Antonio Fausto Nairone erzählte, Theologieprofessor an der Sorbonne im 18. Jh., berichtet, dass in Arabien ein Hirte namens Kaddi, der seine Ziegen auf die Weide getrieben hatte, verblüfft Anzeichen der Erregung bei den Tieren bemerkte, nachdem diese Beeren einer dort wild wachsenden Pflanze gegessen hatten. Der Hirte konnte sich das Vorgefallene nicht erklären und unterbreitete es dem alten Abt Yahia. Dieser erahnte, über welche Eigenschaften die Pflanze verfügte und bereitete aus ihr ein bitteres, dunkles Getränk zu, das den Körper wärmte und stärkte und auch von Schlaf und Müdigkeit befreite.
Einer ähnlichen Legende nach wurde der Kaffee hingegen von einem Iman aus einem arabischen Kloster entdeckt, der einen Sud zubereitete und ihn von allen Mönchen des Konvents probieren ließ, die es daraufhin schafften, ohne Mühe die ganze Nacht wach zu bleiben.
Eine andere berichtet von dem arabischen Mönch Ali ben Omar, der während einer Reise nach Mokka, zu der er seinen Meister Schadeli begleitete, allein zurückblieb, da sein Meister auf dem Weg starb. Ihm erschien ein Engel, der ihn ermutigte, den Weg zur Stadt fortzusetzen, in der eine fürchterliche Pest wütete. Dort angekommen schaffte er es mit seinen Gebeten zu Allah, viele Kranke zu heilen, darunter auch die Tochter des Königs, in die er sich verliebte. Trotz dieser Vorkommnisse entfernte der König den Mönch vom Hof, der sich gezwungen sah, allein zu leben. Um Hunger und Durst zu stillen, rief er die Hilfe seines Meisters an, der ihm einen wunderbaren Vogel mit bunten Federn und schmeichelndem Gesang sandte. Omar näherte sich dem Vogel, um ihn zu bewundern und sah in seiner Nähe einen Baum mit weißen Blüten und roten Früchten:die Kaffeepflanze. Er pflückte einige Beeren und bereitete daraus einen Sud zu, den er oft den Pilgern, die er in seinem Unterschlupf empfing, anbot. Nachdem sich die Notiz der magischen Qualität des Getränks verbreitet hatte, wurde der Mönch im Königreich wieder mit großen Ehren empfangen.
Eine jüngste Legende erzählt von einem enormen Brand, der sich im weitläufigen Gebiet von Abessinien ausbreitete, das von wild wachsenden Kaffeepflanzen bedeckt ist. Im Umkreis von Dutzenden von Kilometern verbreitete sich ein Aroma, das in gewisser Weise von einer riesigen „natürlichen“ Kaffeerösterei erzeugt worden war.
Weitere Legenden führen die Ursprünge des Kaffees auf die Hochebenen von Abessinien zurück, wo angeblich seine wahre Herkunft zu suchen ist. Wie auch immer, die Berichte zahlreicher Reisender belegen, dass der Kaffeekonsum im gesamten islamischen Orient ab Ende des 16. Jh.s sehr verbreitet war.
Im Westen verbreitete sich der Kaffee über Venedig, wo, so glaubt man, 1640 das erste „Kaffeehaus“ eröffnet wurde, auch wenn nach Meinung einiger zuvor bereits eines in Livorno eröffnet sein soll.
Kaffeebohnen sind angeblich auch in einer Erzählung der Bibel anzutreffen (erstes Königsbuch), wo David als Versöhnungsgeschenk „geröstete Körner“ überbringt.
Einige Forscher behaupten, dass auch das bittere Getränk Kaffee gewesen sei - von Homer als nützlich „gegen Kummer, Groll und schmerzliche Erinnerungen“ bezeichnet - das Helene dem Wein beimischte, um die Tränen der Gäste beim Mahl von Menelao zu trocknen.
Wie bei allen geschichtlichen Anfängen ist es auch im Fall des Schwarzen Goldes kein einfaches Unternehmen, die Herkunft zu enthüllen, angefangen von dem Wort Kaffee, das wahrscheinlich vom türkischen Kahveh abstammt.
Andere Legenden sehen die Ursprünge des Kaffees in den Hochebenen von Abessinien, es ist jedoch eine Tatsache, dass im 15. Jh. der Kaffeekonsum in Mekka dokumentiert ist und sich von hier im ganzen Islam ausbreitete; in der Tat wurden 1511 die erste Verbote erlassen, da Kaffee angeblich von den religiösen Andachten abhielt.
1544 wurden in Istanbul die ersten Kaffeehäuser eröffnet, die zu einer regelrechten Mode wurden.
Die italienischen Kardinale erklärten dieses dunkle Getränk aus dem Islam als „vom Teufel abstammend“, bis Klemens VIII. behauptete, „das Kaffeearoma sei zu angenehm, als dass es ein Werk des Bösen sein könne“ und hinzufügte „es sei eine Sünde, den Muslimen das Alleinrecht zu überlassen“.
Anfänglich wurde es als Apothekenprodukt betrachtet und zu einem teueren Preis verkauft, ausgeführt vom jemenitischen Hafen Mokka, dem einzigen Versorgungspunkt.Die Araber, um ihr Exklusivrecht zu schützen, ließen die grünen Kaffeebohnen vor dem Verkauf kochen, sodass die Pflanze nicht anderswo kultiviert werden konnte.
1616 schaffte es der holländische Händler Pieter Van, einige Pflanzen Kaffee zu unterschlagen, die er dem botanischen Garten von Amsterdam anvertraute; kurze Zeit darauf gab es die ersten holländischen Plantagen in Asien und französische auf den Antillen.
Mit größerer geschichtlicher Häufigkeit ist der Kaffee ab dem 14. Jh. anzutreffen, eine Epoche, wo Nachrichten über die langsame, doch fortschreitende Invasion des Kaffees in Arabien, Ägypten, Syrien und der Türkei übermittelt wurden.
Überall stieß er sofort auf breite Zustimmung in der Bevölkerung. Nicht nur. Ab diesem Zeitpunkt gibt es auch die ersten wissenschaftlichen Zeugnisse zum Wohlgeschmack des Kaffees und seinen therapeutischen Fähigkeiten.
Avicenna, ein großer arabischer Arzt wie seine Kollege Rhazes, verschrieb ihn als Arznei.
In Indien und in anderen asiatischen Ländern, wo sich der Kaffee verbreitete, galt er als „neues Getränk“, das die „Farbe der Nacht, den exotischen Duft des Harems und den intensiven Geschmack von Wüstenfrüchten hat“.
Die osmanischen Türken tranken Kaffee den ganzen Tag und ersetzten sogar den Wein durch ihn, da Kaffee als Tischgetränk angesehen wurde.In der Tat wurde Kaffee auch „Wein der Araber“ oder „Wein des Islams“ genannt.